“Arbeits- und Beschäftigungsqualität in digitalisierten Arbeitswelten – Veränderungspotenziale und methodische Herausforderungen” – Sonderheft der Zeitschrift „Soziale Welt“

Seit Jahren wird die Digitalisierung für fast alle Veränderungen unserer Arbeitswelt (mit-)verantwortlich gemacht. Die aktuelle wissenschaftliche Debatte rangiert zwischen der Identifikation von Chancen für eine menschengerechtere Gestaltung von Arbeit und einer technikinduzierten Entwertung bis hin zu partiellen Kompensation menschlicher Arbeit. Das Sonderheft widmet sich zunächst allgemein den möglichen Veränderungen von Arbeits- und Beschäftigungsqualität durch Digitalisierung. Eine empirisch fundierte sozialwissenschaftliche Forschung erscheint unabdingbar. Dabei ist es sinnvoll, neben den thematischen Fragestellungen auch die damit verbundenen methodischen Herausforderungen nicht außer Acht zu lassen. Die Neuartigkeit der technologischen Entwicklungen, die Unschärfe des Begriffes Digitalisierung und die Notwendigkeit der Entwicklung geeigneter Messkonstrukte stellen nur einige Herausforderungen dar. Die Vielzahl qualitativer, empirischer Fallstudien verdeutlicht einmal mehr die Komplexität der Durchdringung der Arbeit mit digitalen Medien und zeigt auf, wie vielfältig Digitalisierung sein kann mit zum Teil sehr heterogenen Auswirkungen auf Arbeits- und Beschäftigungsqualität.

Die Autoren des Sonderheftes sollen dazu aufgefordert werden, auf Basis ihrer empirischen Arbeiten, explizit auch auf methodische Anforderungen und auf Grenzen der empirischen (qualitativ wie quantitativ) Erfassbarkeit von Digitalisierung einzugehen.

Wir laden alle ForscherInnen ein, empirische Beiträge (qualitativ und quantitativ) bis zum 31. Oktober 2020 einzureichen. Es werden Manuskripte in Deutsch oder Englisch mit einem Umfang von max. 80.000 Zeichen berücksichtigt. Alle Einreichungen werden einem double-blind Begutachtungsprozess unterzogen.

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