DGS/ÖGS Soziologiekongress 2021: Ad-Hoc Gruppe ‘Die Praxis soziologischer Theoriebildung’

Gesellschaftliche Wandlungsprozesse wie etwa Globalisierung oder Digitalisierung zeitigen normalerweise auch einen Wandel oder Neukonzeption der soziologischen Theorie. Eine der wenigen bereits jetzt klar absehbaren gesellschaftlichen Konsequenzen der Corona-Pandemie dürfte daher eine zum Infektionsgeschehen zeitversetzte, aber mit nicht minder großer Amplitude ausgestattete Welle der erhöhten Theorieproduktion sein. Allerdings weiß die Soziologie nur wenig darüber, wie Theorien hergestellt werden, denn es gibt bisher nur eine spärliche Selbstverständigung über Techniken und Methoden soziologischer Theoriebildung.

Die Ad-hoc-Gruppe stellt daher die ‚ökumenische‘, für theoretischen Pluralismus offene Praxis der Theoriebildung in den Mittelpunkt. Sie fragt nach den (Produktions-)Bedingungen der Theoriebildung und legt den Fokus auf die Rekonstruktion und Reflexion bestehender oder zu entwickelnder Ansätze des The-oretisierens, die eine Theorie moderner Sozialität unter aktuellen Bedingungen ermöglichen. So können in Vorträgen etwa Fragen zur Theorie der Theoriebildung, der Reflexion der Theoriepraxis oder der Methodologie des Theoretisierens diskutiert werden. Beiträge (max. 2400 Zeichen inkl. Leerzeichen) können bis zum 15. April 2021 einreicht werden. Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Call.

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