Der Feldzugang in der Krise? Workshop des Arbeitskreises „Interpretative Organisationsforschung“ der Sektion Wissenssoziologie am 09. und 10. Juli 2021

Für die Organisation als Gegenstand der Forschung ist es eigentlich immer eine Krisensituation, wenn Forscher*innen um Zugang bitten: Es ist ein Problem der Grenzziehung, der Bearbeitung von Unsicherheit und des Umgangs mit Fremdheit in der Interaktion zwischen Internen und Externen. Der besondere Anlass von Feldzugangs-Anfragen wird also immer bearbeitet im Rahmen einer lokalen Ordnung und auf der Basis von alltäglichen Praktiken des Arbeitens und Organisierens. Um die Frage zu klären, wie Organisationen mit „Krisen“ der Bearbeitung von Ungewissheit, Grenzziehung und Fremdheit umgehen, könnte man einerseits versuchen, die Bedingungen eines gelungenen Feldzugangs zu rekonstruieren und zu reflektieren, warum und wie ein Zugang zustande gekommen ist. Andererseits könnte man grundlegende organisationale Phänomene der Grenzziehung, der Konstruktion von Zugehörigkeit oder der Verantwortungsübernahme heranziehen und versuchen, sie auf die Situation des Feldzugangs zu übertragen. Die Problematik des Feldzugangs könnte dann darüber erörtert werden, dass man die Krise des Feldzugangs als krisenhafte Situation innerhalb der Organisation versteht und aus der Perspektive organisationaler Prozesse und Praktiken zu verstehen versucht.

Solche unterschiedlichen Dimensionen der „Krisenhaftigkeit“ des Feldzugangs möchten wir im Rahmen eines Workshops (wenn möglich vor Ort, und per Zoom) mit Ihnen diskutieren. Wir freuen uns über Vorschläge für einen Beitrag (max. drei Seiten) bis zum 25. Mai 2021. Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Call.

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