Call for Abstracts: Themenband “Die Praxis soziologischer Theoriebildung“

Gesellschaftliche Wandlungsprozesse wie etwa Globalisierung oder Digitalisierung zeitigen normalerweise auch einen Wandel oder Neukonzeption der soziologischen Theorie. Eine der wenigen bereits jetzt klar absehbaren gesellschaftlichen Konsequenzen der Corona-Pandemie dürfte daher eine zum Infektionsgeschehen zeitversetzte, aber mit nicht minder großer Amplitude ausgestattete Welle der erhöhten Theorieproduktion sein. Allerdings weiß die Soziologie nur wenig darüber, wie Theorien hergestellt werden, denn es gibt bisher nur eine spärliche Selbstverständigung über Techniken und Methoden soziologischer Theoriebildung. Der Themenband stellt daher die ‚ökumenische‘, für theoretischen Pluralismus offene Praxis der Theoriebildung in den Mittelpunkt. Sie fragt nach den (Produktions-)Bedingungen der Theoriebildung und legt den Fokus auf die Rekonstruktion und Reflexion bestehender oder zu entwickelnder Ansätze des Theoretisierens, die eine Theorie moderner Sozialität unter aktuellen Bedingungen ermöglichen.

Bitte reichen Sie Vorschläge für Beiträge von ungefähr zwei Seiten bis zum 31. Oktober 2021 bei Fabian Anicker (anicker@wwu.de) und André Armbruster (andre.armbruster@uni-due.de) ein. Im Falle der Akzeptanz Ihres Abstracts bitten wir Sie um die Einreichung eines vollständigen Artikels bis zum 31. März 2022. Alle Beiträge durchlaufen ein double blind peer review-Verfahren. Der Themenband wird in der Reihe Neue Soziologische Theorie bei Springer VS erscheinen. Die Veröffentlichung ist für Ende 2022 geplant. Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Call.

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