SAMF-Jahrestagung: Die geschlechtergerechte Gestaltung des Arbeitsmarktes. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarktpolitik

Noch heute bestehen deutliche Differenzen zwischen der Erwerbstätigkeit von Frauen und Männern. Auch nach mehr als fünfundzwanzig Jahren verstärkten Bemühungen müssen Frauen bei Zugang und Verbleib im Arbeitsmarkt, bei der Bezahlung, der atypischen Beschäftigung oder auch bei der Wahl des Berufs oder der Branche sowie den Aufstiegsmöglichkeiten mit insgesamt geringeren Erfolgen rechnen. Zwar wurden, initiiert durch Europäische Politik oder durch die Modernisierung der Familien- und Gleichstellungspolitik seit Ende der 1990er Jahre einige Erfolge erzielt. Gleichzeitig sind Lücken und Misserfolge offenbar: Die Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern hat sich in den vergangenen 25 Jahren kaum geschlossen.

Die SAMF-Tagung am 19./20. 2022 will zweierlei: Einerseits wollen wir eine Zwischenbilanz ziehen und nach der Wirkung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt fragen. Andererseits wollen wir nach dem Gestaltungspotential von Arbeitsmarktpolitik fragen. Dazu sollen in den Fragekomplexen “Stand und Entwicklung der Beteiligung von Frauen”, “Gesellschaftliche und ökonomische Kosten und Nutzen”, “Politikwirkung” sowie “Akteure und Treiber” entsprechende Erkenntnisse vorgestellt werden. Erwünscht sind Tagungsbeiträge, die eines der vier Themen empirisch aus der ökonomischen, soziologischen, politikwissenschaftlichen, historischen oder rechtswissenschaftlichen Perspektive untersuchen. Interessierte können ihre Vortragsvorschläge (max. 700 Worte) bis zum 30.November 2021 an silke.bothfeld@hs-bremen.de sowie aysel.yollu-tok@hwr-berlin.de einreichen. Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Call.

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