Nachhaltigkeit und Digitalisierung: Soziologische Perspektiven auf das Verhältnis zweier dominanter Transformationsdynamiken

Als Handlungsprinzip und politische Leitidee ist Nachhaltigkeit seit einem knappen halben Jahrhundert eine relevante Herausforderung weltgesellschaftlicher Transformation. Vor diesem Hintergrund setzen viele politische und auch wirtschaftliche Akteure ihre Hoffnungen auf die Digitalisierung als technische Lösung des Nachhaltigkeitsproblems. Wie sich jedoch die digitale Transformation der Gesellschaft mit den Nachhaltigkeitsanforderungen vereinbaren lässt, bleibt in vielen Belangen noch offen. Seit einigen Jahren werden Digitalisierung und Nachhaltigkeit diskursiv und praktisch sowie als soziologische Beobachtungsgegenstände miteinander verbunden. Digitalisierung erscheint als Möglichkeit, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Gleichzeitig wird auch auf die sozial und ökologisch problematischen Wirkungen von Digitalisierungsprozessen verwiesen. Nachhaltigkeit und Digitalisierung berühren als Transformationsdynamiken die Machtverhältnisse, die Materialitätsverhältnisse und die Selbstverhältnisse des Sozialen – jedoch teils unterschiedlich oder gar in widersprüchlicher Weise.

Der Call der Zeitschrift “Soziologie und Nachhaltigkeit” lädt zu Beiträgen ein, die Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit Bezug aufeinander in den Blick nehmen. Dabei können sowohl gesellschaftstheoretische oder konzeptionelle, als auch empirisch orientierte Beiträge oder Überblicksartikel eingereicht werden. Abstracts (max. 500 Wörter) können bis zum 15. Januar 2022 eingereicht werden. Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Call.

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