„Die Poesie der Reformen“ Diversity Management an Hochschulen in Deutschland

Im Übergang vom 20. ins 21. Jahrhundert hat sich „Diversität” bzw. Diversity” als eine
zentrale gesellschaftspolitische Semantik durchgesetzt zunächst in westlichen Staaten, dann im globalen Maßstab. Die Karriere des Diversitätsbegriffs ist eng verflochten mit der Karriere des Diversity Management” als einem Instrument der Personal und
Organisationsentwicklung. Aus soziologischer Perspektive liegt die Diagnose nahe, dass sich die Wertschätzung von soziokultureller Diversität zu einem Eigenwert der Weltgesellschaft verdichtet hat. Manche Beobachter sprechen sogar von einem „Diversitätsimperativ“, wobei offenbleibt, ob man tatsächlich von einem globalen Diskurs sprechen kann oder ob nicht Varianten dieses „Diversitätsimperativs“ unterschieden werden müssten.

Vor dem Hintergrund solcher Überlegungen laden wir dazu ein, im Rahmen eines explorativen Workshops über die Relevanz des Diversitätsimperativs sowie die seit den 2000er Jahren fortschreitende Institutionalisierung von Diversity Management an deutschen Hochschulen zu diskutieren. Wir zielen damit auf eine Bestandsaufnahme der Forschung zu Diversität und Diversity Management im deutschen Hochschul und Wissenschaftssystem.

Interessierte sind eingeladen, bis zum 23. Januar 2022 ein Abstract (maximal eine Seite) einzureichen für Vorträge oder Werkstattberichte zu laufenden Forschungsvorhaben und Projekten (an: iltschung.lim@kwinrw.de und kaldewey@unibonn.de). Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Call.

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